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Bergbaulehrpfad

 AUF DEN SPUREN DES BERGBAUS 

Infobox

 

Alles kommt vom Bergbau her!
Ungewöhnlich reiche Silberfunde ab 1471 führten zur Entstehung der Bergstadt Schneeberg, die 1481 den Bergfreiheitsbrief erhielt. Nach dem Rückgang des Silberbergbaus wurde das Schneeberger Revier vom 16. bis 19. Jahrhundert mit ertragsreichen Kobalterzvorkommen weltweit größter und bedeutendster Fundort. Bereits 1978 stellte man die einzigartige Landschaft, geprägt vom Bergbau, unter Denkmalschutz. Genießen Sie eine Wanderung entlang des Schneeberg-Neustädtler Bergbaulehrpfades, vorbei an zahlreichen, wertvollen montanhistorischen Sachzeugen. Hinweis- und Lehrtafeln erzählen Wissenswertes über die mehr als 500 Jahre alte Bergbaugeschichte. Erleben Sie auf über 10 Kilometer Natur, Geologie, Geschichte und Welterbe gleichzeitig.

 

Gern können Sie eine geführte Wanderung buchen unter:

Telefon 03772 356 - 127 oder per Mail an

Kosten: 35 € (max. 20 Personen)

Karte Bergbaulehrpfad
Legende

 

 STRECKENFÜHRUNG 

 

1 Siebenschlehener Pochwerk
Um 1500 wurden im heutigen Technischen Museum „Siebenschlehener Pochwerk“ Erze aufbereitet. Die Kobaltaufbereitungsanlage wurde 1752/53 erbaut. Neben dem Haupt-gebäude gehören zum Komplex vier Kobaltkammern, das Steigerhaus und der Knappschaftsteich. Mit der Aufbereitung von Wolframiterzen endete 1944 die Betriebszeit des Pochwerkes.

 

2 Silber-Schmelzhütte Sankt Georgen
Die um 1500 angelegte Silber-Schmelzhütte ist eine der bedeutendsten im Schneeberger Bergrevier. Nach dem Hochwasser 1573 wurde sie 1665 als kurfürstliche Silber-Schmelzhütte neu errichtet. Der Name erinnert an die historisch bedeutsame Schneeberger Grube St. Georg. Es handelt sich um die einzige, weitestgehend im baulichen Originalzustand erhaltene Schmelzhütte im Westerzgebirge.


3 Fundgrube Gesellschaft
Die Grube gehörte zu den großen und wichtigen Anlagen im Neustädtler Bergbaugebiet. Das um 1830 errichtete große Fachwerkhaus wurde je zur Hälfte als Steiger- und Huthaus genutzt. Anstelle des einstigen Treibehauses steht heute eine kleine Kaue. Weitere erhaltene Taggebäude sind die Bergschmiede, das  Zimmerhaus sowie das einzigartige Brunnenhaus und der zugehörige Pulverturm.
 

a Abzugsrösche der Fundgrube Gesellschaft
Als Rösche bezeichnet man einen bergmännisch angelegten unterirdischen Wasserlauf. Damals wurde das Betriebswasser vom Turbinenraum ab- und den Pochwerken im Lindenauer Tal wieder zugeleitet.

 

b Pulverturm
Der 1844 errichtete Pulverturm diente zu damaliger Zeit der Lagerung von Schwarzpulver zum untertägigen Sprengen.Auch heute ist die ehemalige Nutzung an der Bauart erkennbar.

 

4 Fundgrube Sonnenwirbel
Bis ins 18. Jahrhundert wurden in der erstmals 1499 erwähnten Grube reiche Silber-, Kobalt- und Wismuterze abgebaut. Zur Förderung diente ein Pferdegöpel.

 

5 Hüttengrund
Die Namensgebung ist auf zwei Silberschmelzhütten an diesem Standort zurückzuführen. Eine davon, die Gaulenhöfer Hütte, wurde nach der Silberzeit noch zum Wismutschmelzen genutzt.

6 Griefner Stolln
1487 begann der Bau des Erbstollns zur Wasserlösung höher gelegener Fundgruben. Als eine der ersten Gruben durchfährt er das Grubenfeld der Grube Sauschwart. Im 18. Jahrhundert wurden vom Stolln zu verschiedenen Gruben Stollnflügel angelegt und diente somit zusätzlich der Aufschlagwasserbereitstellung. Das in sorgsam elliptischer Mauerung ausgeführte Mundloch des Stollns ist auf das Jahr 1852 datiert. Vom Mundloch führt ein Kunstgraben, der sogenannte Griefner Graben, zur Grube Gesellschaft. Der Stolln besitzt eine Gesamtlänge von mehr als zehn Kilometern.

 

7 Fundgrube Morgenstern
Begonnen mit dem Silberbergbau um 1500, bis hin zur bedeutenderen Zeit des Kobaltabbaus im 17. Jahrhundert. Auf der Halde steht gegenwärtig ein typisches Bergmannswohnhaus,in diesem lebten zeitweise bis zu 16 Personen gleichzeitig.

 

8 Fundgrube Sauschwart
Im 17. Jahrhundert wurden ebenfalls bedeutsame Kobalterze abgebaut. Heute sind noch das Huthaus, das Zimmerhaus mit dem angrenzenden Steigerhaus und die Schachtkaue zu sehen. Auch auf der Halde ist der Verlauf der Huntebahn noch deutlich erkennbar.

 

9 Denkmal St.-Anna-Kapelle
Als katholische Wallfahrtskapelle errichtet, wurde hier 1518 die erste evangelische Predigt im westlichen Erzgebirge gehalten.

 

10 Fundgrube Daniel
1497 erstmalig erwähnt, entwickelte sich die Grube im 17. Jh zu einer der wichtigsten im Schneeberger Revier. Erhalten geblieben sind das Huthaus mit Betstube, die Vorratskammer, das Zimmerhaus, die Bergschmiede mit der Steiger wohnung und ein Teil des tonnlägigen Tagschachtes. Bis 1905 befand sich noch ein Pferdegöpel auf dem Daniel. Das aufstehende Gebäude entstand auf den Fundamentresten des Pferdegöpels.

 

11 Schindlerschacht
Bereits seit 1489 ist der Abbau von Silbererzen nachgewiesen. 1846 bis 1849 wurde der heute noch sichtbare Schindler-Richtschacht abgeteuft und diente in der Folge der Fundgrube Daniel als Hauptschacht. Kurzzeitig nutzte die SAG Wismut den Schacht, bekannt als Schacht 72. Seit 2001 hat die BsS Bergsicherung Sachsen GmbH hier ihren Betriebssitz. 2003 wurde nach Originalunterlagen das weithin sichtbare Treibehaus rekonstruiert.

 

12 Fundgrube Siebenschlehen
Erst nach 1600 erfuhr die Grube mit dem Abbau von Kobalterzen größere Bedeutung. Die Aufbereitung dieser Erze erfolgte im eigenen Pochwerk – dem Siebenschlehener Pochwerk. Der heute mit Kellerhalsmauerung gesicherte Schacht wurde 1839/1840 mit einem Pferdegöpel ausgestattet.  

 

13 Fundgrube Adam Heber
Bereits 1578 bis 1582 brachte die Fundgrube reichlich Silber aus. Die Kobaltförderung begann 1654 und dauerte bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts.

 

 

 

14 Filzteich
Die zweitälteste Talsperre Sachsens wurde zwischen 1483 und  1485 auf altem Zinnseifengelände zur Versorgung des Schneeberger Bergbaus erbaut. Über Gräben und Röschen wurde das Wasser zu den einzelnen Gruben geleitet. Der Zulauf des Teiches fließt durch ein Torfgebiet. Früher bezeichnete man Torf als Filz, daher auch der Name. Auf Grund der landschaftlich reizvollen Lage wird der 23 ha große Teich seit 1920 als Badesee und nach 1952 als Naherholungsgebiet genutzt.

 

15 Hauptkunstgraben
Anfangs führte der Graben durch Halden von Zinnseifen aus dem 15. Jahrhundert. Über den künstlichen Wasserlauf wurde das Filzteichwasser vorerst zur Fundgrube Peter und Paul und ab 1818 sogar bis zur Fundgrube Wolfgangmaßen geleitet. Die Werkzeuge der Seifner, Hacke und Rechen, finden sich im Wappen von Neustädtel wieder.

 

16 Fundgrube Peter und Paul
Hier befand sich der Hauptwasserverteiler des Schneeberger Bergbaus. Im Zechenhaus wurde 1776 der spätere sächsische Bergmaschinendirektor, Bergrat Christian Friedrich Brendel, geboren.

 

17 Fundgrube Wolfgangmaßen
Die südlichste Grube des Schneeberger Bergbaureviers war um 1800 die bedeutendste Kobaltgrube des sächsischen Erzbergbaus. Erhalten geblieben sind das Pochwerkhaus mit untertägiger Radstube, das Huthaus, das Steigerhaus und die Bergschmiede. Neben der großen Tafelhalde des Hauptschachtes sind zahlreiche kleinere Halden vorhanden.

18 Fundgrube Priester
Die Grube lieferte Ende des 15. Jahrhunderts Silber und nach 1730 Wismut sowie Kobalt. Das erhaltene Huthaus mit Ausschlagstube stammt aus dem 18. Jahrhundert.

 

19 Fundgrube Rappold
Nach dem Abbau reicher Silber- und Kobalterze wurde die Grube 1835 eingestellt. Erhalten sind das Huthaus und Ausschlaggebäude vom Rappold, das Huthaus vom Marx-Semmler-Stolln und ein Bergmannswohnhaus.

 

20 Neujahrsschacht
Die Fundgrube Neujahr wurde als Silbergrube erstmalig 1495 erwähnt. Ab 1790 kam die auch heute noch sichtbare Form der Schachtmauerung im Erzgebirge zur Anwendung. Die um 1800 erbaute Bergschmiede erhielt später noch eine Steigerwohnung und eine Betstube. Ab 1833 erfolgte die Aufwältigung des Schachtes.

 

21 Fundgrube Landeskrone
Die ersten Silberfunde lassen sich auf das Jahr 1502 datieren. Der Tagschacht diente ab 1716 dem Fürstenstolln als Lichtloch. Heute kann der 1718 in überspringenden Bögen ausgemauerte und hervorragend erhaltene Schacht von über Tage besichtigt werden.

 

22 Fundgrube Weißer Hirsch
Im Bereich der Fundgrube Weißer Hirsch begann der Bergbau um 1480. Ab 1720 brachte die Grube gute Silber- und Kobalterze aus und nach 1869 wurden zeitweilig auch Wismut und Uran abgebaut. 1946 erfolgte die Übernahme durch die SAG Wismut als Schacht 3. Neben dem Treibehaus sind die Kehrradstube, das Huthaus, die Scheidebank und die Bergschmiede erhalten. Seit 1998 kann die Fundgrube als Besucherbergwerk über die Bergsicherung Schneeberg GmbH & Co.KG befahren werden.

 

Bergstift
1826 wurde das Gebäude als Berghospital erbaut. Später war es die Grubenverwaltung für das „Schneeberger Kobaltfeld“ und ab 1923 Bergamt.

 

Fundgrube Eiserner Landgraf
Begonnen um 1581, brachte die Grube wenig Silber aus. Der erste Abbau von Kobalt setzte kurzzeitig ab 1650 ein. Die steinerne Kaue stammt aus der Zeit um 1830. Über dem ausgemauerten, tonnlägigen Schacht steht ein rekonstruierter Handhaspel.